Dune Fiasko – Brian Herbert und Kevin J. Anderson
Ich bin ein großer Fan dieser Reihe und zitiere, so denn über Politik geredet wird, gerne aus diesen Büchern. Ja, ich hab alle sechs Bände gelesen und war sehr traurig, das das final Ende doch letztendlich fehlte.
Ich war also auch sehr überrascht und erfreut aber auch besorgt als ich hörte das Frank Herberts Sohn Brian sich daran machte die Serie zu Ende zu führen. Jedoch schrieb Brian Herbert, er hätte Notizen seines Vaters bzgl. des Ende von Dune gefunden und würde seine Arbeit zusammen mit Kevin J. Anderson.
Um es mit den Worten seines Vaters zu sagen:
A beginning is the time for taking the most delicate care that the balances are correct.
Und so delicat der Anfang ist, ist dieser nicht richtig gelegt, endet der Rest sehr leicht in einer Katastrophe. So auch alles was die beiden dann geschrieben habe.
Die Erlöser der Wüstenplaneten beruht zwar auf den Notizen von Frank Herbert, aber so vorsichtig die beiden auch mit diesen Umgehen sieht man in jeder Zeile, das den beiden die Vision die Frank Herbert beim Schreiben des Zyklusses total abhanden geht. Oder anders gesagt, sie haben beide keine Ahnung. Glücklicherweise fassen sie demzufolge auch fast nix an und somit liest sich das wie eine Zusammenfassung von zwei oder drei Bücher die Frank Herbert geschrieben hätte. Das geht ja noch.
Aber die beiden haben da nicht halt gemacht. In diesen Notizen muß Frank Herbert geschichtliche Grundlagen für Butlers Djihad sowie die Vorgeschichte zu den Ereignissen zu der bestehenden Serie gelegt haben und so vorsichtig die beiden mit den Notizen zu dem Erlöser des Wüstenplanets waren, so verwegen waren sie aufgrundlage dieser Notizen sechs weiter Bücher rauszugeben die sich mit eben diesen Thema beschäftigen sollte.
Das Haus Atreides, Das Haus Harkonnen und das Haus Corrino beschreibt die Geschichte, oder eher sollte die Geschichte erzählen, in den direkten Jahren vor “Der Wüstenplanet”. Ich sage sollte, denn irgendwie passte das was geschrieben worden ist überhaupt nicht “zu dem Rest”. So gar nicht, also quälte ich mich durch diese drei Bücher und ehrlich, ich kann mich an nix mehr erinnern und bin auch heilfroh darüber. Der einzige “Nachgeschmack” der geblieben ist, das sie schlicht weg Scheisse waren und das ich sie nie wieder lesen werden.
Kommen wir zu der endgültigen Katastrophe, Butlers Djihad, Der Kreuzzug und die Schlacht von Corrin, Ereignisse die nur zu häufig in Frank Herberts Zylkus erwähnt werden und welche noch vor der Gilde und vor dem Raumfaltenden Holzmann Antrieb statt gefunden haben sollen. Zu diesen sag ich nur, das ich heil froh bin das ich sie endlich “durch” habe. Ich habe nicht gewußte, das man auch “gedruckte Seiten voll mit Text” wie ein Comic wegblättern kann weil nix, rein gar nix von Interesse auf diesen Seiten steht. Alle drei Bücher quälen sich mit Phrasen über Phrasen über Personen hinweg, die diese immer wieder als “großartig aber auch menschlich” über und über beschreiben, das man es nicht mehr hören kann. Auch die Geschichte, die vielleicht ein wenig auf Frank Herberts Notizen beruhen mag, ist – und wir sprechen von einen Sci-Fi Kategorisierten Roman – so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, das ich glaube, das sich Frank Herbert im Grab umgedreht hat und sich selbst verflucht hat auch nur einen winzigen Hinweis auf seine Ideen hinterlassen zu haben.
Die Bücher sind einfach grotten Schlecht, nicht nur so ein bißchen, nicht einmal ein wenig wie “das Gegenteil von Gut ist Gut gemeint” schlecht sondern so schlecht, das man sie noch nichtmal als Klopapier benutzen möchte. Ein Horror für jeden Fan von dem was Frank Herbert geschrieben hat.
Eine gute Freundin hat mich gefragt, wenn es denn so offensichtlich ist das diese Bücher so schlecht sind, warum lese ich sie denn überhaupt und das sogar zu Ende. Nun denn, ich kann nur über was schreiben, was ich auch wirklich gelesen habe und letztendlich, galt es die von Frank Herbet ursprunglich so mystisch geprägten Ereignisse, der Djihad, die Schlacht von Corrin und der Betrug von A. Harkonnen in Erfahrung zu bringen. Letztendlich sind alle sechs Bände einfach nur grausam. Setzen sechs!